Ende eines Clowns

    Bleich die Wangen, weiß wie Schnee,
    schwarze Brauen wie die Nacht,
    fein die Nase, wie ein Reh,
    breit der Mund, der oft gelacht.

kleiner Clown

    Grelles Licht im Zirkuszelt,
    fesselte ihn jeden Tag,
    in das Rund, in dem Welt
    ihm dereinst zu Füßen lag.

    Gelbe Haare unterm Hut,
    dessen Krempe tief und rot,
    kräftig leuchtend fast wie Glut,
    oft den Augen Deckung bot.

    Jubeln, Klatschen, Sturmgebraus,
    war sein Lebenselixier,
    doch verhallt ist der Applaus
    in der Zirkuskuppel hier.

    Seine Hose, viel zu groß,
    hielten Träger stark und breit.
    Flicken zierten seinen Schoß,
    der wie alles war zu weit.

    Längst verblichen war sein Traum,
    von dem großen Lebensglück,
    lang hielt er sich noch im Zaum,
    drängte Tränen stolz zurück.

    Ihre Beine schlotternd lang,
    für nen Riesen wohl gemacht,
    zwangen ihn zu einem Gang,
    der den Kindern Freude macht.

    Brach zusammen aber doch,
    als die Leute aus dem Haus,
    fiel ins tiefe, schwarze Loch,
    löschte seine Kerze aus.